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Donnerstag, 2. April 2015

Mandalas selber zeichnen

Als Kind hab ich eine Zeit lang fast jeden Tag Mandalas ausgemalt. In meinem Zimmer hab ich sie an die Wand geklebt und damit eine ziemlich große Fläche „tapeziert“… 
Ich mochte Mandalas schon immer, weil mich das Buntmachen von Flächen auch tatsächlich heute noch so schön gedankenversunken macht und irgendwie beruhigend auf mich wirkt. Und am Ende hat man auch noch ein hübsches Ergebnis.

Zum ersten Mal hab ich jetzt ein Mandala selbst „konstruiert“ – dafür hab ich meinen damals sehr ungeliebten Schulzirkel wieder ausgegraben und mich neu mit ihm befreundet. 

Mandala selber zeichnen

Ich zeig euch, wie einfach man Mandalas selbst zeichnen kann, es ist wirklich leichter als gedacht! Meine fertigen Mandalas hab ich diesmal aber nicht an die Wand geklebt, sondern zu Untersetzern gemacht. 
Und jetzt hab ich bunte Gutelaune-Tupfer auf meinem Küchentisch!

Material
  • Papier
  • Bleistift
  • Fineliner
  • Lineal
  • Zirkel
  • Farben zum Ausmalen

① Mit Bleistift und Lineal ein Quadrat aufzeichnen (ca. 12 x 12cm). Die Eckpunkte verbinden, um den Mittelpunkt zu finden.
② Mit dem Zirkel Kreise und Linien ziehen: z.B. zuerst in die Eckpunkte stechen und den Radius so einstellen, dass der Mittelpunkt getroffen wird. Anschließend vom Mittelpunkt aus Kreise ziehen. Tipp: Es müssen nicht immer alle Kreise vollständig „durchgezogen“ werden – so entstehen interessante Formen!
Eigentlich könnt ihr bei all dem nichts falsch machen, wichtig ist nur die Symmetrie – damit meine ich nicht die „exakte“ Symmetrie oder besondere Genauigkeit, sondern nur, dass ihr jeweils gespiegelt an den „gleichen“ Punkten mit dem Zirkel einstecht und die entsprechenden Kreise auf der anderen Seite auch macht.
③ Anschließend zeichnet ihr die Bleistiftlinien mit einem Fineliner oder Gelstift nach.
④ Die Bleistiftlinien können jetzt wegradiert werden.
⑤ Wenn ihr es verspielter mögt: Kleine Kreise und andere kleine Formen könnt ihr jetzt noch aus freier Hand einzeichnen. Auch hier müsst ihr nur ein bisschen auf die Symmetrie achten.
⑥ Jetzt ist euer Mandala fertig und ihr könnt es nach Belieben ausmalen. Ich habe Aquarellfarben verwendet, genauso könnt ihr aber auch Farbstifte, Filzstifte, Kreide etc. verwenden.
So, jetzt hab ihr euer eigenen Mandala gezeichnet und ausgemalt!

Vom Mandala zum Untersetzer

Meine Mandalas hab ich also zu Untersetzern verwandelt – das hab ich zugegebenermaßen nicht „vollständig“ selber gemacht, sondern mir von Profis helfen lassen :) 
Online-Print-Services bieten ja oft sogenannte „Fotogeschenke“ an, das sind dann etwa Tassen, Mousepads etc. Wie ich euch in einem Post HIER schon mal gezeigt hab nutze ich solche Services gerne für „künstlerische“ Zwecke und lasse mir Zeichnungen etc. hochwertig drucken… denn ein Fan von „Hundetassen“ und Handyhüllen mit Babygesichtern drauf bin ich ehrlich gesagt nicht, aber das ist ja Geschmackssache :)

Für die Untersetzer müsst ihr euer Mandala nach dem Zeichnen einscannen und als .jpg in möglichst guter Qualität abspeichern. Meine Untersetzer hab ich über webprint.de bestellt, sie werden als „hochwertige“ Untersetzer im 4-er Set für 12,95€ angeboten und ich war ziemlich gespannt, wie der Druck und die Verarbeitung aussehen würden… Aber ich war ehrlich entzückt über die gute Qualität!
Die Untersetzer sind auf Holz gedruckt und sind mit einer ganz glänzenden Oberfläche beschichtet. Damit sind sie robust und trotzdem herrlich schön – und dass die Farben exakt so rauskommen, wie sie sie vor einigen Tagen auf mein Aquarellpapier gepinselt hab, das hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Also mein heißer Tipp: Ob Mandala oder irgendwas anderes – eigene Zeichnungen und Bilder könnt ihr euch so zu hochwertigen Wohnaccessoires verwandeln lassen!
Und jetzt viel Spaß beim Mandala malen!

Montag, 8. Dezember 2014

"I Want To Make Beautiful Things"


„I want to make beautiful things, even if nobody cares.”
SAUL BASS

Ich liebe dieses Zitat. Für mich drückt es das aus, worauf es beim kreativen Schaffen ankommt. Ich will Dinge machen, die mir gefallen. Nicht für andere, sondern für mich. Dinge, die in meinen Augen wertvoll sind und es bleiben. Weil sie mir gefallen.

Natürlich gibt es kaum was Schöneres als die Anerkennung von anderen, das stimmt schon! Anerkennung für das, was man geschaffen hat… ja, es ist herrlich, wenn die eigenen Werke auch anderen gefallen. Aber das allein ist für mich nicht der Ansporn,  Dinge zu schaffen; nicht weil sie anderen gefallen sollen. Sondern ich will Dinge schaffen, die in erster Linie mir gefallen. Weil sie dann so werden, wie sie werden müssen. Wie ich. Wenn sie dann anderen auch noch gefallen, dann ist es natürlich umso schöner. Vielleicht kann ich es so formulieren: Das Lob ist das Sahnehäubchen auf dem Törtchen, aber das Törtchen selbst ist das Wertvolle.

Der Satz von Saul Bass soll immer in meiner Nähe sein und genau deswegen hab ich ihn auf ein paar Aquarellfarben gebettet und dann hinter Glas verewigt. Jetzt steht er auf meinem Schreibtisch. Ein bunter heller Farbklecks, genau richtig für mich. Ein vorweihnachtliches Geschenk an mich selbst von mir selber.
Das Glasfoto hab ich bei fotoparadies.de bestellt – dort hab ich mein selbstgestaltetes Bild hochgeladen, das war unkompliziert und einfach (und im Anschluss hab ich ganze 9 Arbeitstage ungeduldig auf die Lieferung gewartet… Aber das Warten hat sich gelohnt und die Druckqualität ist sehr gut! Wenn ihr andere Produkte wie Fotobücher, Leinwände etc. bestellt, ist die Lieferzeit aber geringer – bis Weihnachten würde das z.B. bestimmt noch klappen!)

Ich mag dieses zentimeterdicke Glas, das ich überall hinstellen kann. Steht es vor dem Fenster, dann scheint sogar das Licht durch.


Zugegebenermaßen schreckt mich ja die Werbung von Foto-Printservices immer ein bisschen ab – dauernd sieht man nur lachende Familien- und Kinderfotos auf Hochglanzpapier oder auf Tassen gedruckte Hundefotos… irgendwie öde und langweilig…
Aber mittlerweile hab ich rausgefunden, dass man mit diesen Printangeboten eben auch andere Sachen machen kann. Zum Beispiel Zitate gestalten. Oder: Selbstgemalte Bilder oder die eigenen Fotos gesammelt in ein Buch drucken lassen, und zwar in bester Qualität. Und vielleicht nicht mal zum Verschenken, sondern einfach für sich! Für das eigene Bücherregal. Damit man das Buch hin und wieder mal aus dem Regal ziehen kann, ansehen kann und wieder merkt: Oh, ich mache ja wirklich ganz hübsche Sachen! Das darf man nämlich auch mal denken, finde ich.

Dienstag, 25. November 2014

[diy] Schokoherzen und süße Sachen...

Seid ihr noch auf der Suche nach Füllungen für den Adventskalender? Wie wär’s denn mit selbstgemachten Schokoherzen? Die sehen zuckersüß aus, schmecken gut und sind ganz einfach gemacht!


ihr braucht
Silikonform │ Zartbitterschokolade │ weiße Schokolade │ rote Lebensmittelfarbe

so wird’s gemacht
① Weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und anschließend in die Form gießen, sodass ca. 1/3 der Form gefüllt ist.
② Gut abkühlen lassen.
③ Dunkle Schokolade schmelzen und in die Form gießen und wieder abkühlen lassen.
④ Weiße Schokolade schmelzen und mit roter Lebensmittelfarbe vermischen, bis sie einen zarten Rosaton erhält. In die Form gießen.
⑤ Alles abkühlen lassen, am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Fertig!

Passend dazu will ich euch ein zuckersüßes Logikspiel vorstellen, das mich auf die Idee gebracht – sozusagen angefixt – hat: Chocolate Fix. Das Spiel besteht aus 9 kleinen Pralinen aus Kunststoff in den Farben Weiß, Braun und Pink in einer „Pralinenschachtel“ als Spielfeld.

Warum’s geht? Chocolate Fix ist ein Brain Fitness Spiel, das den Geist fit hält. Ein kleines Heftchen gibt Aufgaben vor: Die Pralinen müssen richtig in der Pralinenschachtel angeordnet werden. Dafür gibt’s immer einige Hinweise, wo welche Form oder Farbe stehen muss. Dann ist Nachdenken und Kombinieren gefragt, denn es gibt nur eine Lösung! Am Ende muss jede Praline mit ihrer Form und Farbe am richtigen Platz stehen. Mich erinnert das Spiel ein bisschen an Soduko, nur dass es viel, viel süßer ist! Man kann es allein oder auch mit mehreren Leuten spielen. Ich empfehle aber, beim Spielen unbedingt Schokolade im Haus zu haben, denn die hübschen Pralinchen machen wirklich Lust auf Süßes… Ich liebe dieses Spiel an gemütlichen Winterabenden, weil es Stress abbaut und es toll ist, Logikspiele nicht immer nur auf Tablets oder Handys zu spielen, sondern mal wieder richtig was in der Hand zu haben…

→ Wenn ihr das Spiel auf euren eigenen Wunschzettel für Weihnachten schreiben wollt oder verschenken wollt: www.thinkfun.com

Mittwoch, 29. Oktober 2014

[diy] Schmuckdosen gestalten

Hübsche Dose zu verzieren macht ganz, ganz viel Spaß und brauchen kann man solche Schätzchen ja sowieso immer… für Schmuck, Perlen, Kleingeld und andere kleine Sachen...
Hier hab ich ein bisschen Inspiration für euch: Eine kleine Spandose und eine ehemalige Bonbondose aus Metall hab ich verschönert. 
Das Tolle an der Sache ist, dass ihr eigentlich alles verwenden könnt! Von Knöpfen über Holzperlen und Dekosteinchen aus Kunststoff, kleine Mosaiksteinchen aus Glas, alter Modeschmuck... – was immer ihr findet!

Geklebt hab ich mit Sekundenkleber, der hält sowohl die Kunststoffknöpfe auf der Metalldose als auch die Holzperlen auf der Spandose (hier würde natürlich auch Holzleim gut funktionieren). Der Boden der Dose wird dann noch mit einem Stückchen Filz oder Stoff ausgelegt und fertig ist die hübsche Aufbewahrung für schöne Sachen!
...außerdem: So ein Döschen könnte auch eine tolle "Geschenkverpackung" für Weihnachten hermachen! Viel Spaß!


Donnerstag, 23. Oktober 2014

[aquarell] Herbstkinder

Schon im letzten Jahr sind sie mir aufgefallen: Herbstkinder. Wenn die Blätter und die Zweige von den Bäumen fallen, wenn es in den Sonnenstrahlen noch so warm ist, dass man die Jacke ausziehen kann, dann gehen die Herbstkinder ganz eifrig ans Werk. Sie bauen Berge und Dämme, sammeln Kastanien und malen mit Stöcken in den Sand. So viel Material, das da auf dem Boden rumliegt und das schnell noch gesammelt, aufgetürmt, verbaut werden muss, bevor dann irgendwann bald der Schnee kommt und alles unter eine weiße Decke steckt.


Dienstag, 14. Oktober 2014

[diy] Vase für den Herbst selber machen: Wollvase


Die Blätter werden ganz farbig, manche werden so knallbunt, dass man denkt, sie machen sich noch mal so richtig hübsch, putzen sich raus für uns, bevor sie sich dann langsam verabschieden… auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr, rufen sie dann noch leise...

Nur, weil Sockenwolle Sockenwolle heißt, bedeutet das ja nicht, dass daraus nur Socken werden können… hab ich mir gedacht. Jedes Jahr, wenn’s langsam wieder kühler wird, dann wühle ich in meinem Wollkörbchen und ziehe flauschig weiche Knäule raus. Einfarbig, bunt, dick und dünn… da hat sich einiges angesammelt. Passend zum Herbst hab ich mir bunte Sockenwolle mit Farbverlauf in Orange-Rot-Tönen rausgesucht und daraus herbstliche Deko hergestellt: Eine Wollvase.


Alles, was ihr für eine selbstgemachte Wollvase braucht, ist Wolle, Kleber und ein Gefäß. Ich hab ein leeres Glasfläschchen, ehemals mit Salatdressing gefüllt, verwendet. Das Ganze funktioniert auch mit leeren Joghurtgläsern und größeren Flaschen hervorragend!

So wird's gemacht: Das Glas streicht ihr zunächst dünn mit Kleber ein. Hier könnt ihr eigentlich fast jeden Kleber verwenden, normalen Flüssigkleber oder anderen Leim. Ich verwende gerne Holzleim, denn er lässt sich einfach auftragen, trocknet transparent und die Wolle hält damit wirklich gut auf dem Glas! Mit einem alten Pinsel eine dünne Schicht Kleber auftragen, am besten unten anfangen und erst mal einige Zentimeter bestreichen. Und dann wird gewickelt! In einem Stück kommt die Wolle aufs Glas, entweder von oben nach unten, oder anders rum… wie ihr mögt!
Zum Wolle aufkleben haltet ihr am besten die Wolle leicht gespannt mit einer Hand und dreht dann die Flasche mit der anderen Hand. Das funktioniert ganz gut – und bald habt ihr den Dreh raus :)


Gerade in den kühleren Jahreszeiten liebe ich die kleinen Wollvasen - weil sie aussehen, als wären sie ganz flauschig warm angezogen. Und gleichzeitig kann ich so leere Gläser und Flaschen nochmal verwenden… Viel Spaß beim Wollvasen-Wickeln!

Samstag, 4. Oktober 2014

[diy] Lichtmalerei mit Porzellanfarbe

Manchmal machen die spontansten Projekte am meisten Spaß und manchmal zaubern die kleinsten Dinge eine ganz herrliche Stimmung. Jetzt, wo’s ab 20 Uhr schon ganz finster ist, da mach ich’s mir eben gemütlich, anstatt den langen Sommerabenden nachzuweinen.


Kennt ihr diese kleinen Gläschen, die man lecker gefüllt mit Joghurt oder Desserts im Supermarkt-Kühlregal findet? Die Gläser wegzuwerfen find ich immer ganz schade. Deswegen mal ich sie lieber an. Mit Porzellan- oder Glasmalfarbe.

Zum ersten Mal hab ich diese Porzellanmalfarbe im Töpfchen ausprobiert (nachdem ich HIER mal Porzellan-Faserstifte probiert hatte). Bewaffnet einem feinen Pinsel war ich ganz gespannt, wie sie sich verarbeiten lässt... Natürlich ist es gewöhnungsbedürftig und ganz feine Linien mit der dickflüssigen Farbe zu ziehen brauchen ein bissschen Übung – aber alles in allem ist es gar nicht so schwer! 
Wenn ihr Lust habt, dann versucht es! Sie hält auf Porzellan, Glas, Acrylglas usw. Nach 4 Tagen Austrocknen ist sie sogar spülmaschinenfest.

Ich hab zuerst mit Schwarz ein Muster gemalt und die kleinen Innenflächen anschließend mit Brombeere und Rosa ausgemalt. Obwohl das Schwarz noch nicht vollständig getrocknet war, sind die Farben nicht ineinandergelaufen. Bestimmt auch toll: Eine leere Weinflasche verschönern und oben eine Tafelkerze reinstecken!
Macht es euch gemütlich!

Samstag, 27. September 2014

[freebie] 5 Minuten Auszeit zum Mitnehmen


Manchmal gibt’s nichts Wichtigeres als eine kleine Auszeit. 
Auch wenn’s nur 5 Minuten sind...
Für alle, die 5 Minuten Auszeit zum Mitnehmen gut gebrauchen können – einfach das Bild unten anklicken, ausdrucken, an die Wand hängen und bei Bedarf eine Auszeit gönnen!


Freitag, 12. September 2014

[rezept] selbstgemachtes Pesto

Schon viel zu lange ist es her, dass ich hier ein Rezept mit euch geteilt hab! Heute gibt’s endlich mal wieder was Leckeres zum Selbermachen!

Spaghetti mit Pesto ist ja wahrscheinlich DAS Studentengericht #1 – einfach weil’s so wahnsinnig simpel und schnell geht. Nudeln kochen, Glas aufschrauben und auf die Spaghetti schütten… Lecker.

Wenn ich jetzt behaupte, dass es mit selbstgemachtem Pesto NOCH besser schmeckt, dann wird mir das bestimmt jeder glauben. Wenn ich dann aber auch noch behaupte, dass es fast genauso schnell geht, dann werden die Blicke schon kritischer... Da kann ich nur sagen: Probiert es aus! 10 Minuten mehr Aufwand schmecken ziemlich gut!

Ich liebe Pesto, weil ich Basilikum und Parmesan wahnsinnig gern mag – und die Mischung von beidem ist natürlich erst recht richtig gut. Die frischen Zutaten machen wahnsinnig viel aus, allein der frische Basilikum ist einfach eine andere Liga…

Hier zeig ich euch also mein Lieblingsrezept, schlicht und schnell. Als kleines Extra könnt ihr euch auch noch meine selbstgemachten Etiketten ausdrucken und aufs Gläschen kleben. Einfach aufs Bild klicken, mit Rechtsklick speichern und dann ausdrucken!

>> ihr braucht <<
1 Bund frischen Basilikum │ 3 Zehen Knoblauch │ 200ml Olivenöl │ 50g Parmesan │ 2EL Pinienkerne │ Prise Salz │ Pfeffer

Zuerst werden die Blätter vom Basilikum gezupft.
Die Pinienkerne in einer Pfanne (ohne Öl) leicht rösten, bis sie gut duften. Nicht zu dunkel werden lassen!
Die Knoblauchzehen grob hacken (wenn ihr nicht so sehr die Knoblauchfans seid, dann reichen auch 1 ½ oder 2 Zehen).
Basilikum, Pinienkerne und Knoblauch zusammen mit einer Prise Salz entweder in den Mörser geben oder pürieren (ich benutze schon lange den ESGE Zauberstab, der mir sehr treue Dienste leistet:), bis alle Zutaten zerkleinert sind.
Jetzt alles in eine Schüssel geben und nach und nach Öl und den geriebenen Parmesan dazugeben.
Fertig!

Das Ganze schmeckt natürlich super zu Nudeln jeglicher Art – ich nutze das Pesto aber übrigens auch manchmal für meine geliebte Blätterteigpizza, die ich euch schon mal vorgestellt hab. Einfach eine dünne Schicht auf den Blätterteig geben und dann mit weiteren Zutaten belegen, wie’s beliebt :)

Mittwoch, 30. Juli 2014

[rezept] Tomaten-Zwiebel-Brot │Erfahrung mit Fine Goods


Frisches Brot finde ich unwiderstehlich! Ich kann mich noch genau erinnern, dass meine Mutter oft selbst Brot gebacken hat, als ich klein war. Schon beim Backen hat das immer ganz herrlich geduftet und das Brot war so luftig, locker, lecker und außen knusprig…
Vor längerer Zeit hab ich euch ja schon von meinem selbstgebackenen Weißbrot aus der Dose berichtet – jetzt hab ich was Neues ausprobiert: eine Naturton-Backform von Römertopf, extra für’s Brotbacken. Das Ergebnis: Ein knuspirges Tomaten-Zwiebel-Brot – das Rezept will ich auf jeden Fall hier mit euch teilen!

Die Form ‚Pane‘ hab ich über den Online Shop Fine Goods gefunden. Das Besondere dieser Schale ist, dass sie vor dem Backen zu 2/3 in lauwarmes Wasser gestellt wird. Der Ton nimmt dadurch Flüssigkeit auf und beim Backen im Backofen entsteht dann eine Luftfeuchtigkeit, die das Brot extra knusprig macht. Das war zumindest das Versprechen, das mich sehr gereizt hat – und zum Glück kann ich das mit meinem ersten Test bestätigen.
Bevor wir losbacken noch eine kleine Vorwarnung: Brot backen ist überhaupt nicht schwer oder besonders kompliziert – aber es braucht ein bisschen Zeit! Weil der Hefeteig immer wieder aufgehen muss, ist ein bisschen Geduld gefragt. Aber es lohnt sich!

Zutaten
1 Zwiebel │ 2 mittelgroße Tomaten │ 1/8 Tasse Olivenöl
Salz │ Pfeffer │ getrockneter Oregano │ 1 Peperocini
1 ½  Würfel frische Hefe │ ½ Tasse lauwarmes Wasser │ 3 Tassen Weizenmehl

① Zwiebeln in feine Ringe schneiden und für 30 Minuten in kaltes Wasser legen.
② Tomaten kurz in kochendes Wasser geben, dann die Haut abziehen, Fruchtfleisch in Stücke schneiden und die Kerne entfernen.
③ Öl in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebeln und Tomaten ca. 5 Minuten lang kochen. Anschließend würzen mit Salz, Pfeffer, Oregano und kleingeschnittener Peperocini.
④ Hefe in eine kleine Schüssel geben und in ½ Tasse Wasser auflösen.
⑤ 1 Tasse Mehl in eine große Schüssel geben, Hefewasser dazugeben und miteinander vermengen. An einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
⑥ Zum aufgegangen Teig nochmal 2 Tassen Mehl geben, eine Prise Salz und das geschmorte Gemüse dazugeben – langsam alles miteinander verkneten, am besten mit den Händen.
⑦ Ein Geschirrtuch aus Baumwolle ausbreiten, mit Mehl bestreuen und den Teig darin einschlagen. Jetzt nochmal ca. 30 Minuten ruhen lassen.
⑧ Den Teig in die Backschale geben und diese für 20-30 Minuten zu 2/3 in lauwarmes Wasser stellen.
⑨ Ab in den Ofen: Bei 190°C ca. 60 Minuten backen.
Fertig!
Das Brot ist außen herrlich knusprig, innen locker und nicht zu trocken!

... ich glaube, die Anschaffung der Schale hat sich wirklich gelohnt. Die Bestellung über den Versandhandel Fine Goods war übrigens sehr angenehm und fix. Bestimmt habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass gerade empfindliche Gegenstände wie Geschirr & Co. von so manchem Versandhandel nicht so optimal eingepackt werden und bei der Ankunft vielleicht schon kleine Macken haben – aber hier war ich wirklich begeistert, wie sorgfältig und sicher meine Schale verpackt war. Fine Goods richtet sich vermehrt auf die Bereiche Küche, Bad, Wohnen, Einrichtung, vital Leben aus und bietet natürlich auch hier und da mal ein Exklusivangebot. Trotzdem erschlägt die Anzahl der Angebote nicht. Denn gerade das stört mich mittlerweile bei vielen Online Shops: bei vielen gibt’s irgendwie einfach alles und nach einigen Minuten bin ich schon ganz erschöpft vom Stöbern und Shopping... Bei Fine Goods bleibt das Gefühl, dass es sich um eine sorgfältig ausgewählte Produktpalette handelt. 

Wenn ihr Interesse habt: HIER gibt es die Möglichkeit, einen Gutschein über 10€ zu erhalten (gültig bis 30.09.2014 bei Mindestbestellwert von 40€, begrenzte Stückzahl an Gutscheincodes).


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Donnerstag, 10. Juli 2014

[kosmetik selber machen] Sheamousse


Mehr und mehr und mehr… finde ich Gefallen daran, Kosmetikprodukte selbst herzustellen. Früher? Da wusste ich überhaupt nicht, dass das funktioniert. Dass man sowas überhaupt selber herstellen kann. Aber je mehr ich mich damit beschäftige, je besser ich die natürlichen Inhaltsstoffe kennen lerne, Fette, Öle, Kräuter erkunde, desto begeisterter bin ich. Ich kann meinen eigenen Lippenbalsam herstellen, mein eigenes Deo, meine eigene Creme... Ich weiß genau, was drin ist und wie es entstanden ist. Das begeistert mich.

Hört sich das für euch komisch an – Kosmetikprodukte selber herstellen? Denkt euch einfach, es ist ähnlich wie das Kuchenbacken: Natürlich kann man den Kuchen beim Bäcker kaufen. Aber man kann ihn auch selbst machen, wenn man Lust drauf hat. Dann macht es riesigen Spaß und das Ergebnis ist manchmal fast besser… Es gibt unzählige Rezepte UND: Man kann es lernen. Im Internet finden sich mittlerweile ganz, ganz viele Anleitungen für Naturkosmetik, es gibt tolle Websites, die sich ausschließlich mit der eigenen Herstellung zu Hause beschäftigen. Es gibt auch Kurse, zum Beispiel hier, bei denen man an die Hand genommen wird. Ich kann euch nur empfehlen, euch zu trauen, wenn ihr Lust drauf habt!

Hier stell ich euch mein liebstes Rezept für ein pflegendes Sheamousse vor. Ich benutze es sehr gerne nach dem Duschen, vor allem für die Beine nach dem Rasieren. Die Konsistenz ist cremig und zart, leicht und luftig. Mit Rosenöl duftet es nach Sommer und guter Laune.



Zutaten
50g Sheabutter 35g Olivenöl 15g Jojobaöl 15 Tropfen Rosenöl

Zubereitung
Die Öle werden in eine Schüssel gegeben und im Wasserbad erwärmt (aber nicht zum Kochen bringen).
Anschließend die Sheabutter dazugeben und langsam schmelzen lassen.
Wenn sich die Butter vollständig aufgelöst hat, dann wird die Schüssel vom Herd genommen.
Jetzt wird die Masse mit dem Mixer ca. 10 Minuten lang aufgeschlagen. Gebt sie dafür am besten in einen höheren Becher/Gefäß, denn das Fett kann beim Rühren spritzen.
Für 20 Minuten ins Tiefkühlfach stellen.
Jetzt wird nochmal mit dem Handrührgerät aufgeschlagen. Dann das Rosenöl zugeben und nochmal mindestens 10 Minuten rühren. Dann wird die Masse tatsächlich ganz luftig, wie Sahne. Das lange Rühren ist wichtig, damit ihr am Ende tatsächlich ein locker cremiges Mousse erhaltet.


Das Ergebnis ist ein duftendes,  zartes Mousse – ihr könnt anstatt Rosenöl natürlich auch andere ätherische Öle verwenden; je nachdem, was ihr mögt. Anstatt dem (preiswerteren) Olivenöl funktioniert auch Mandelöl.
Wer öfter mal Kosmetik- und Pflegeprodukte selbst herstellt, der merkt, dass man sogar günstiger wegkommt als mit gekaufter Ware… Klar, man bezahlt nicht für Verpackung, für Werbung etc. Dafür hat man aber eigenen Arbeitsaufwand…
Mein Hauptgrund für’s Selbermachen ist und bleibt einfach der Spaß dran :) Mit dem ganz, ganz tollen Nebeneffekt, Sicherheit über die 100% natürlichen Inhaltsstoffe zu haben.


Habt ihr Erfahrungen oder tolle Rezepte für selbstgemachte Naturkosmetik?
Viel Spaß beim Ausprobieren!


Dienstag, 8. Juli 2014

[rezept] Kaffeebohnen im Schokomantel

Wenn man Glück hat, dann liegen sie manchmal auf der Untertasse neben dem Espresso beim Italiener. Man kann sie auch in diesen kleinen Tütchen kaufen, die meistens nicht ganz billig und außerdem viel zu schnell leer sind.
Ich liebe Kaffeebohnen im Schokomantel.
Ich bin nie auf die Idee gekommen, sie selbst zu machen. Bis gestern. Da hab ich kurzerhand einige meiner köstlichen Kaffeebohnen von hier in Schokolade geschmissen - es funktioniert!
Natürlich sehen sie nicht so aus wie die gekauften, nicht so rund und nicht so ordentlich. Na und? Dafür sind sie selbstgemacht :)
>>So einfach funktioniert’s:
① Dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen.
② Eine Hand voll Kaffeebohnen in die Schokolade werfen und gut umrühren.
③ Mit einer Gabel eine Bohne nach der anderen aus der Schokolade fischen und auf nebeneinander auf Backpapier legen.
④ Die Schokobohnen für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
⑤ Zwei EL Kakaopulver in ein Schälchen geben und die Bohnen darin wälzen.
⑥ Die schokolierten Kaffeebohnen in ein hübsches Gefäß geben und bei Gelegenheit vernaschen.

Eine feine Köstlichkeit, die mich aufmuntert.... wenn ich müde bin... wenn’s regnet... wenn ich viel zu tun hab... – oder wenn einfach dringender Bedarf nach Genuss besteht! 

Donnerstag, 3. Juli 2014

...weil's ja nur ein eigenes gibt.

Ein Hoch auf den eigenen Kopf, auf die eigenen Ideen und aufs Alleinsein. In meiner Schulzeit hab ich die Fächer ‚Handarbeit & Werken‘ und ‚Kunst‘ schon immer zu meinen liebsten Stunden gezählt - ABER ich sag’s, wie's ist: Sie waren auch anstrengend. So anstrengend! Warum? Da waren diese Aufgaben mit der Forderung nach einer möglichst kreativen, einer möglichst tollen und vorbildlichen Ausführung. Auch wenn das keiner so direkt formuliert hat. Jeder von uns hat nach links geschaut und dann nach rechts, was machen die anderen? ...Mir fällt nichts ein. Sieht das besser aus als meins? Manche schlenderten durch die Tischreihen und schauten verstohlen auf die Arbeiten der anderen. Eigene Ideen zu finden und zuzulassen war so schwierig in dieser Atmosphäre. Ganz oft haben wir Einfälle schon wieder verworfen, bevor wir sie  überhaupt angefangen hatten, wir haben‘s nicht mal versucht. Wir haben gar nicht erst zugelassen, dass aus ihnen was entsteht. Und wenn es nur deshalb war, weil wir nur ein Blatt Papier bekommen hatten, weil wir nur dieses eine Stück Holz hatten oder weil es schade um die Farbe gewesen wäre. Oder weil wir zu sehr darauf fixiert waren, was denn unser Nachbar, unser Freund, unser Lehrer sagen würde, wenn uns dieser Versuch nicht gelingen würde...
... ich will gar nicht behaupten, dass der Kunstunterricht in der Schule schlecht war – obwohl er es teilweise tatsächlich war – aber ich will damit beschreiben, was das Werkeln und das kreative Arbeiten für mich heute zusätzlich schön macht:

Dass da keiner hinter mir steht, über meine Schulter schaut und meiner Arbeit am Ende eine Note aufdrücken wird. Dass ich ausprobiere, mutig bin. Und lässig. Dass ich Papier zerknülle und über meine Schulter nach hinten in den Papierkorb werfe und darüber lache. Dass da keiner links oder rechts neben mir sitzt, der eigentlich „das Gleiche“ macht wie ich und wir uns hinterher die Frage stellen, wessen Arbeit „besser“ geworden ist. Weil’s ja kein besser gibt, kein besser geben kann. Sondern nur ein eigenes

In der Schule war keine Zeit, um Anläufe zu nehmen, um nochmal neu zu starten. Wer schafft es schon in 45 Minuten, mindestens einmal hinzufallen, wieder aufzustehen, es nochmal zu versuchen und dann vielleicht wirklich mit einem schönen, einem befriedigendem Ergebnis Platz zu verlassen gehen? Ich hab das nicht geschafft...
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